Fallstudie
E-Mobilität

Wie ein Busunternehmer VDV-Native Depot Charging antreibt

Erfahren Sie, wie ein großes europäisches Busunternehmen VDV 261 und VDV 463 zum Laden auf dem Betriebshof einsetzt, damit alle Elektrobusse pünktlich sind, jeden Tag.
Unternehmen:
Ein großes europäisches öffentliches Verkehrsunternehmen

Hintergrund

Ein großes europäisches öffentliches Verkehrsunternehmen betreibt Linienbusdienste in mehreren städtischen Regionen. Im Zuge der Elektrifizierung des Fuhrparks müssen nun auf jedem Betriebshof Dutzende von Fahrzeugen aufgeladen, vorkonditioniert und bis zum Morgen einsatzbereit sein.

Herausforderung

Das alte, nur auf OCPP basierende Backend kannte keine Abfahrtsfahrpläne. Die Busse wurden in der Reihenfolge des Einsteigens und nicht in der Reihenfolge der Abfahrt aufgeladen, was eine nächtliche manuelle Koordinierung erforderte und keinen Integrationspfad mit Betriebshofmanagement- oder Verkehrsleitsystemen bot.

Lösung

Tridens EV Charge ersetzte das alte Backend durch ein CMS, das für den Flottenbetrieb entwickelt wurde. VDV 463 brachte betriebliche Fahrpläne direkt in die Abrechnung. VDV 261 automatisierte die Vorkonditionierung der Fahrzeuge. Dynamisches Lastmanagement verteilt den Strom entsprechend der Abfahrtspriorität.

Vorteile

Die Busse fahren jetzt pünktlich mit gleichbleibendem Ladezustand und vorklimatisierten Kabinen ab. Die Energiekosten sind durch die automatische Planung außerhalb der Spitzenzeiten gesunken. Manuelle Übersteuerungen wurden abgeschafft, und neue Depots werden als Konfiguration und nicht als benutzerdefinierte Integration eingebunden.

Fahrplanabhängige Gebührenerhebung

Der öffentliche Nahverkehr arbeitet nach festen Fahrplänen, doch das alte Backend des Betreibers behandelte jeden Ladevorgang auf die gleiche Weise. Bei Dutzenden von Fahrzeugen pro Betriebshof zwang das Fehlen einer Prioritätslogik die Betriebsteams zu einer nächtlichen manuellen Neuverteilung. Dieser Prozess kostete Schichtstunden und führte zu menschlichen Fehlern in einem Arbeitsablauf, der eigentlich durchgängig automatisiert sein sollte.

Das neue CMS ist direkt mit den Depotmanagement- und intermodalen Transportsteuerungssystemen des Betreibers integriert, und zwar durch VDV 463. Jede geplante Abfahrt wird automatisch in die Plattform eingetragen, zusammen mit der Ankunftszeit, der Abfahrtszeit, dem Zielladezustand und der Zielenergie. Das System wandelt jede Eingabe in eine Ladesitzung mit definiertem Beginn, Ende und Priorität um. Busse, die um 5:00 Uhr morgens abfahren, erhalten zuerst Strom; spätere Abfahrten werden in Zeitfenster außerhalb der Hauptverkehrszeiten verschoben.

Automatisierte Vorkonditionierung

Kalte Batterien werden nur langsam aufgeladen. Kalte Kabinen zwingen die HVAC-Systeme dazu, während der ersten Fahrt mit Höchstleistung zu arbeiten, wodurch die verfügbare Reichweite erschöpft wird, bevor die Fahrgäste an Bord gehen. Der Betreiber hatte die Vorkonditionierung zuvor manuell gesteuert, wobei die Ergebnisse in den verschiedenen Depots und Schichten uneinheitlich waren.

Tridens EV Charge kommuniziert nun mit jedem Fahrzeug über VDV 261 über die ISO 15118 Verbindung. Die Busse melden den aktuellen Batteriestatus, die Kabinentemperatur und die Anforderungen an die Vorklimatisierung. Das System reagiert darauf mit optimierten Startzeiten für die Vorklimatisierung, HLK-Zeitplänen und Abfahrtsfenstern, die alle aus dem Betriebsfahrplan abgeleitet werden. Die Fahrer kommen mit vollständig vorbereiteten Fahrzeugen an, koppeln sie ab und fahren ab.

Grid-bewusste Lastverteilung

Jedes Depot arbeitet innerhalb einer festgelegten Netzanschlusskapazität. Bei Überschreitung dieser Kapazität werden Leistungsentgelte fällig und es besteht die Gefahr, dass der gesamte Standort abgeschaltet wird. Der Betreiber benötigte eine Stromverteilungsschicht, die den Netzvertrag schützt und gleichzeitig jedes Abfahrtsfenster einhält.

Tridens EV Charge verteilt die verfügbare Leistung dynamisch auf die aktiven Sitzungen. Vorrangige Gruppen, die sich aus dem Betriebsfahrplan ergeben, erhalten zuerst Kapazität. Zählerwerte in Echtzeit fließen kontinuierlich in das System ein und stellen sicher, dass der Betriebshof jederzeit innerhalb seiner vertraglich festgelegten Grenzen bleibt. Wenn ein Bus seine Sitzung beendet, fließt die frei gewordene Kapazität automatisch an das nächste Fahrzeug in der Warteschlange.